Der Einfluss ausländischer Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt wird überschätzt, wie Tagesspiegel Online berichtet. Das Institut der deutschen Wirtschaft hätte den Ansturm ausländischer Investoren auf deutsche Immobilien als „nur gefühlt“ bezeichnet.

Das Institut für deutsche Wirtschaft veröffentlichte kürzlich eine Studie, die sich mit der Menge der Investitionen in Deutschland aus dem Ausland beschäftigte. Laut der Studie sollen im Jahr 2011 nur ein Prozent der Immobilienkäufe und-verkäufe aus dem Ausland getätigt worden sein – so berichtet auch der Tagesspiegel. Jüngere Daten aus dem Jahr 2012 gebe es noch nicht. In der Auswertung heißt es, dass besonders die hohen Nebenkosten, die bei einem Immobilienkauf in Deutschland anfallen würden, einen sehr starken Ansturm ausländischer Investoren auf den deutschen Immobilienmarkt verhindern würden.

Trotzdem hätte der Immobilienrun in größeren deutschen Städten zugenommen – zum Beispiel Hamburg, Berlin und München. Im Vergleich zu den Zahlen zwischen 2005 und 2008 sei das Interesse in den Städten damit gestiegen. Damals hätten ländliche Objekte mehr Interesse geweckt. Nun seien Mietwohnungen in den trendigen Szenevierteln der Großstädte der letzte Schrei. Es ist dabei allerdings davon auszugehen, dass die erworbenen Wohnungen nach ein paar Jahren wieder weiter verkauft werden. Der Quadratmeterpreis in Berlin läge diesbezüglich bei ungefähr 10.000 Euro, berichtet Tagesspiegel Online. Dadurch dass Berlin nun den Ruf als europäisches New York hätte, hätte es im letzten Jahr einen regelrechten Immobilien-Hype erlebt. Nach Schätzungen sollen ca. ein Drittel aller ausländischen Investitionen in Berlin erfolgt sein.

Trotz dieser Entwicklungen seien die Investitionen aus dem Ausland nicht so hoch, dass deutsche Inverstoren Angst haben müssten. Der Markt sei immer noch sehr durchmischt. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft hätten ausländische Investoren in Deutschland im Jahr 2011 Immobilien im Wert von 685 Millionen Euro erworben. Insgesamt gaben ausländische Investoren hier 24 Milliarden Euro für Immobilienobjekte aus. Die meisten Investitionen kamen aus Luxemburg, den Niederlanden und Österreich. Deutsche Investoren legten hingegen zwischen 2002 und 2011 7,5 Milliarden Euro pro Jahr an. Im Ausland hätten deutsche Investoren 147 Milliarden Euro investiert.

Quelle: BVFI

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