Firma Lipp investiert in Tannhausen drei Millionen für eine neue Produktionshalle

Artikel vom 03.12.2012

Vor vier Jahren konnte die Tannhausener  Firma Lipp GmbH im Ellwanger „Domhof“  mit berechtigtem Stolz und mit Gästen aus dem In- und Ausland  ihr 50-jähriges Firmenjubiläum feiern. Der inzwischen 79-jährige Firmengründer und Ideengeber Xaver Lipp, ein begnadeter Tüftler und Erfinder, legte im Mai 1961 mit der Einreichung des Patents des Dachrinnenbodens die Grundlage für einen inzwischen weltweit agierenden Betrieb, der jetzt auf der Nordseite der Firma in  Tannhausen  mit dem Bau  einer neuen Produktionshalle in den Maßen 100 auf 25 Meter nicht nur  für die Zukunft plant, sondern mit diesem Drei-Millionen-Projekt auch ein Sahnehäubchen setzt.

Xaver Lipp gründete 1958 in der angrenzenden  Stödtlener Teilgemeinde Stillau seinen Handwerksbetrieb, zog es aber vor, wenig später im benachbarten Tannhausen – seine Frau Irene ist gebürtig  aus Tannhausen – im heutigen Gewerbegebiet die jetzigen Betriebshallen aufzubauen und in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr zu erweitern. Seine geniale Erfindung einer Falzmaschine, mit der ein Edelstahlblech vom Boden aus spiralförmig  zu einem Silo mit nach oben offener Höhe geformt werden kann, machte die Firma Lipp GmbH ab 1968  zu einem weltweiten Global Player, dessen  Produkte auf allen Kontinenten zu Hause sind.  Gerade im ostasiatischen Raum, speziell in China und Japan, wuchs die Zusammenarbeit mit der Firma Lipp und die gegenseitigen Kontakte und Besuche reißen nicht ab.

Im Jahre 1971 wurde die erste Biogasanlage erstellt und heute ist die Firma, wie später Bürgermeister Manfred Haase im Rahmen der Feier zum ersten Spatenstich zur neuen Halle ausführte, der „Daimler unter den Biogasanlagebauern“. Die Firma wuchs stetig und nach seinem Studium trat  der 1959 geborene Roland Lipp als Geschäftsführer in die Firma seines Vaters  ein und brachte neue Ideen mit. Waren es zum Firmenjubiläum 174 angemeldete Patente, so stieg diese Zahl inzwischen auf über 180 und sichert die Zukunft von rund 50 Arbeitnehmern in diesem Betrieb, der jetzt durch die Neuentwicklung gängiger Projekte wie den Bau von geschweißten Tanks aus Stahl für die Chemiebranche oder aus Edelstahl für den Lebensmittelsektor  unbedingt eine größere Produktionsfläche benötigte. In der Planung ist eine Maschine SM 60, die in der Lage ist, ein Silo mit einem Fassungsvermögen bis zu 25 000 Kubikmetern herzustellen. Die Pläne für  die neue Werkshalle wurden noch von Xaver und Roland Lipp in enger Zusammenarbeit mit dem Ellwanger Architekturbüro Brenner, Duttlinger & Stock ausgearbeitet.

Manuel Lipp trat im August 2011, nach dem plötzlichen Tode seines Vaters, dessen Nachfolge als Geschäftsführer der Lipp GmbH an – seine Tante Karin Lipp-Mayer, die weltweit die Firmenkunden betreut, wurde  nach Manuel Lipp die zweite Geschäftsführerin  – und stellte beim Empfang in der Firma anlässlich des ersten Spatenstichs die Pläne der Erweiterungshalle vor. Manuel  Lipp dankte der Gemeinde Tannhausen für die Unterstützung bei der Planung und dafür, dass auf Antrag beim Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ein Zuschuss von 200 000 € gewährt wurde. Sein Dank und ein dickes Lob galt auch der Belegschaft für ihre tolle Leistung in diesem Jahr.

Für Bürgermeister Manfred Haase und Tannhausen sei dies ein erfreulicher Tag, denn nach der Sanierung der Turnhalle mit 1,8 Mill. € und dem Bau des Feuerwehrheims und Bauhofs mit 800 000 € sei der Bau der neuen Werkshalle mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen € das bisher größte Projekt in Tannhausen. Dieses sichere auf Jahre die Arbeitsplätze dieser Firma, die am Ort Betriebstreue zeige und deren Auftragsbücher gut gefüllt seien. Haase freute sich, dass der Seniorchef Xaver Lipp noch so aktiv in der Firma mitwirke und seine Ideen und Patente einbringe. Mit Manuel Lipp agiere nun die dritte Generation und sein Dank galt neben  Karin Lipp-Mayer, die verstärkt in den Betrieb eingestiegen sei, auch der ganzen Familie Lipp und der Firma Traub aus Ebnat, die den Auftrag zum Bau der Halle erhielt und bereits gestern mit dem Aushub der Erde begonnen hat. Somit bleibe die Wertschöpfung in der Region. Franz Traub, der Chef der Ebnater Firma, dankte der Familie Lipp für die Erteilung des Auftrages und war stolz darauf, in Tannhausen eine solch große Halle in Stahlbauform erstellen zu können. Dem  ersten  offiziellen  Spatenstich bei leichtem Regen und in Anwesenheit der Belegschaft schloss sich der Empfang in der Werkshalle an.

Text: Horst Blauhut

Quelle: www.tannhausen.de

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