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Krimi spielt in heimischen Gefilden

Regisseurin Birgit Kohl und Filmemacher Tim Spreng wollen zwischen Ellwangen und Dinkelsbühl ein ehrgeiziges Filmprojekt realisieren

„Mord im Heiligenwald“ ist der Arbeitstitel eines ehr­geizigen Filmprojekts. In diesem Jahr wollen Regisseurin Birgit Kohl aus Tannhausen und der aus Ellwangen stammende Filmemacher Tim Spreng den Streifen in und um Tannhausen, das Dörfchen zwischen Ellwan­gen und Dinkelsbühl, und den dort liegenden Heiligenwald dre­hen. Einen professionellen Trai­ler gibt es bereits. Ein Krimi mit heiterem Unterton soll entstehen, der eine Verbindung schafft, zu Historie und Natur und den liebenswerten Eigenheiten der schwäbischen Provinz.

Vor zehn Jahren haben die Ehe­leute Hansjörg und Birgit Kohl den „KunsTraum“ in Tannhau­sen eröffnet und im Anbau ihres Wohnhauses den Künsten eine Bühne bereitet – ob als Galerie, Konzertsaal oder für die Auffüh­rungen des hauseigenen The­aterensembles. 2011 verstarb Hansjörg Kohl. Auf ihn geht die Idee zum neuen Kunstprojekt von Birgit Kohl zurück, und ihm soll der Kinofilm „Mord im Heiligenwald“ auch gewidmet sein. „Mein Mann ist als Sohn von Wirtsleuten groß geworden. Er hatte einen unglaubli­chen Fundus an Erzählungen – Skurriles und Verrücktes aus seiner Kindheit und Jugend im Wirtshaus“, erzählt Birgit Kohl. Deshalb wurde für den Trailer, der an einem Wochenende im vergangenen Herbst abgedreht wurde, auch schon im Tannhäu­ser „Schreiners Beck“ gedreht. Mit Tannhäuser Originalen am Stammtisch.

Birgit Kohl hat das Drehbuch für die Krimigeschichte geschrieben und wagt sich nun als Regisseu­rin erstmals ins Filmmetier. Für Kamera und Schnitt konnte sie Tim Spreng begeistern, einen jungen Filmemacher aus Prag mit schwäbischen Wurzeln. „Ich fand es von Anfang an span­nend, etwas in meiner Heimat zu drehen. Mit dem Blick durch die Kamera habe ich die Schön­heit unserer Natur wie neu ent­deckt“, schwärmt der 28-Jährige. Vor seiner Kamera soll sich eine Geschichte aus den 50er-Jahren entfalten. Die Hauptrollen hat die Regisseurin mit Akteuren des „KunsTraum“-Theaterensembles und anderen schauspie­lerfahrenen Bekannten besetzt, dazu kommen in vielen kleine­ren Rollen Originaldarsteller. Auf der Suche nach Drehorten hat Birgit Kohl wahre Schätze entdeckt, Kinderstuben und Po­lizeiposten, die noch im Stil der 50er-Jahre eingerichtet sind. „Unser Anliegen ist es, Erinne­rungen an diese Zeit zu doku­mentieren, ein Stück Kulturar­beit, das sich gemeinsam mit den Menschen hier vollzieht“, sagt Birgit Kohl.

Der Plot: Ein tyrannischer Pat­riarch wird ermordet. Schnell gerät die Familie in Verdacht. Zwei Dorfpolizisten ermitteln und erhalten unliebsame Unter­stützung von einem arroganten Kommissar mit Assistent aus Ell­wangen. Schließlich legt die Oma ein unglaubliches Geständnis ab. Und hinter all dem stecken auch noch eine junge und eine ganz alte Liebesgeschichte…

Doch bevor der Streifen im Kas­ten ist, wartet noch eine Menge Arbeit „Wir versuchen, was Requisite und Kostüme angeht, möglichst viel selbst zu ma­chen“, sagt Birgit Kohl. Über Online-Fundraising, Filmför­derung und Spenden erhoffen sich Kohl und Spreng genügend Gelder für die Produktion beschaffen zu können. Wobei für beide klar ist: „Wir machen das aus reinem Idealismus.“ Und, weil das Projekt sie beeindruckt hat. „Weil alles so natürlich ist. Die Gesichter, die Blicke – diese Momente einzufangen, moti­viert mich“, sagt Kameramann Spreng. Die Umgebung, die Menschen und ihre eigene Spra­che machen auch für Kohl den Reiz aus: „Präziser kann man manche Dinge nicht ausdrücken, als auf Schwäbisch.“

BENJAMIN LEIDENBERGER

Den Trailer und weitere Informatio­nen zum Film gibt es im Internet unter: www.mordimheiligenwald.kunstraum-kohl.de

Quelle: Magisch – Das Magazin des Magischen Dreieck´s, Dinkelsbühl, Crailsheim und Ellwangen

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